Blumenwiese am Brachberg

Im Jahre 2016 kam der Besigheimer Michael Ungar auf das Bündnis Mensch und Umwelt (BMU) mit dem Vorschlag zu, auf seinem ca. 10 ar großen Acker am Besigheimer Brachberg eine Bienenweide anzulegen. Die Anregung wurde an den Bezirksverein für Bienenzucht Besigheim e. V. weitergetragen. Die Imker holten dann noch den BUND Bezirksverband Stromberg-Neckartal für fachlichen Rat mit ins Boot. Des Weiteren konnten so die Kosten für das Anlegen einer Blumenwiese auf dieser Fläche auf mehrere „Schultern“ verteilt werden. Denn das Saatgut und das Anlegen des Saatbeets sind nicht billig.
Ende 2016 wurde dann die entsprechende Fläche begutachtet. Dabei wurde festgestellt, dass der Acker schon länger nicht mehr bewirtschaftet wurde. Es hat sich auch schon eine entsprechende Ruderalflur gebildet. Dieser Pflanzenbestand könnte als Dauergrünland betrachtet werden. Um nicht gegen das Umbruchverbot für Dauergrünland zu verstoßen, wurde das Einverständnis bei der Unteren Landwirtschaftsbehörde eingeholt. Da die Fläche auch noch in einem Landschaftsschutzgebiet liegt, wurde ebenfalls die Untere Naturschutzbehörde von dem Vorhaben informiert sowie deren Einverständnis eingeholt. Damit ist ausgeschlossen, dass gegen die Schutzgebietsverordnung verstoßen wurde.

Blick auf die Blumenwiese am Brachberg in Besigheim

Nachdem von den Behörden grünes Licht kam, wurde im Frühjahr 2017 die Fläche zum ersten Mal zur Vorbereitung eines Saatbeets sowie zur Zurückdrängung unerwünschter Gräser und Beikräuter umgebrochen.
Im Oktober 2017 erfolgte dann die Feinbearbeitung des Saatbeets und kurz darauf erfolgte die Aussaat der Blühmischung. Als Mischung wurde PR 7 Süddeutsches Berg-/ Hügelland (SD) verwendet, da diese in der Artenzusammensetzung auf unseren Naturraum abgestimmt ist.
Ziel ist es, durch entsprechende Mahd-Zeitpunkte und Pflege eine artenreiche Salbei-Glatthaferwiese zu entwickeln.
Derzeit prägen Kornblume, Klatschmohn und Gräser das Bild.
Durch einen sogenannten Schröpfschnitt, zweischürige Mahd mit der Entfernung des Mähguts, sollen Nährstoffe dem Boden entzogen werden. Dies ist erforderlich, damit in den darauffolgenden Jahren Salbei, Margeriten, Glockenblumen, Bocksbart, Witwen- und Flockenblumen aufkommen, die den Honigbienen und anderen Insekten dann als wertvolles Nahrungsangebot dienen.
Honigbiene auf einer Kornblume der Blumenwiese

Weitere Informationen zum Projekt gibt es bei Christof Hettich vom BUND-Bezirksverband Stromberg-Neckartal (ch.hettich ät web.de) oder bei Dorothea und Thomas Pulli vom Besigheimer Imkerverein (presse ät bv-besigheim.de).

Weitere Bilder:
November 2016
Mai 2017
Sept. / Okt. 2017
April 2018
Mai 2018
Juni 2018